Grenzgangfeste

Grenzgangfeste   (Grenzbierfeste)

                                                                  in Scheden

1950

1960

1970

1980

1990

2000

2010

2020

1949

1959

Grenzbegehung: Dieser Brauch ist als “Grenzzoge” bereits in der Bauermeister-Chronik bezeugt - in den Jahren 1736, 1752, 1764, 1770, 1880 und als dreitägiger Grenzgang mit viel Aufwand 1949.
Die Grenzsteine werden ‘versteigert’, und für Essen und Trinken ist an den verschiedenen Haltepunkten reichlich gesorgt. Mit Vertretern der Nachbargemeinden kommt man an den gemeinsamen Grenzen zu einem Umtrunk und zur freundschaftlichen Begegnung zusammen. Hier bei uns hat dabei das Treffen mit den Dransfeldern am “Verschworenen Kopf” eine herausragende Bedeutung.

Bevor im 18. Jahrhundert die Grenzsteine gesetzt wurden, hat man jedes Jahr die Grenze der eigenen Feldmark abgeschritten, einmal deshalb, damit sich die Jugend alles einprägen konnte, aber auch zur Kontrolle, ob sich nichts verändert hat. Die Grenze wurde in jenen alten Zeiten durch die Bachläufe, die Berge und einzelne Bäume markiert. Vor der Einführung der Katasterämter hatte der Grenzgangbrauch eine große Bedeutung, weil nun viele Dorfbewohner die Lage der Grenzsteine genau kannten und in den strittigen Prozessen unter Eid aussagen konnten. Schließlich hatte diese Sitte der Grenzbegehungen ihren ursprünglichen Sinn verloren - nun entstand daraus ein Volksfest.
Quelle: Auszug aus dem Buch ‘950 Jahre Scheden

Am "Verschworenen Kopf"
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